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Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung - Bik.ac.at Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung - Bik.ac.at

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Projekt: Besatzungskinder in Österreich PDF Print E-mail
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Pro_BesatzungskinderNach dem Zweiten Weltkrieg kamen in ganz Österreich (und Deutschland) sogenannte Besatzungskinder auf die Welt: als Folge freiwilliger sexueller Beziehungen zwischen einheimischen Frauen und Besatzungsangehörigen, aber auch als Folge von Vergewaltigungen. Sie galten als „Kinder des Feindes“, obwohl die Väter de jure keine Feinde mehr waren. Viele waren – oft gemeinsam mit ihren Müttern – unterschiedlichen Formen von Diskriminierung ausgesetzt. Im Rahmen des von Doz. Barbara Stelzl-Marx geleiteten und vom Zukunftsfonds der Republik Österreich geförderten Projektes (P-11-0995) soll erstmals ein Überblick über die Situation der Besatzungskinder gegeben werden.

Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen die Sozialisations- und Lebensbedingungen sowie die weiteren Biografien von Besatzungskindern in Österreich. Die Rolle der österreichischen (Nachkriegs-)Gesellschaft soll dabei ebenso berücksichtigt werden wie jene der (ehemaligen) Besatzungsmächte. Zudem ist geplant, einen Vergleich zu Besatzungskindern in Deutschland zu ziehen. Diese akribische Spurensuche soll dieses vielfach bis heute tabuisierte Thema der Öffentlichkeit zugänglich machen und eine Lücke in der österreichischen Zeitgeschichteforschung schließen.

Last Updated on Monday, 06 February 2012 10:23