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Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung - Bik.ac.at Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung - Bik.ac.at

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Projekt: Sowjetische Besatzung Österreichs, Ungarns und Rumäniens 1944/45-1949 in Dokumenten. Ein Vergleich PDF Print E-mail
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ver_workshop_budapest_2010Dieses österreichisch-ungarisch-rumänischen Forschungsprojekt wird vom Zukunftsfonds der Republik Österreich und dem Österreichischen Kulturforum Budapest gefördert. Das Ziel ist die Herausgabe eines englischsprachigen Dokumentenbandes mit einleitender Analyse und vergleichender Darstellung des sowjetischen Vorgehens in Österreich, Ungarn und Rumänien nach 1944/45. 

Das Projekt wird unter der Leitung von Prof. Stefan Karner durchgeführt und von Dr. Peter Ruggenthaler koordiniert. Die Ausarbeitung des Bandes erfolgt in enger Kooperation mit dem Cold War Research Center der Corvinus Universität Budapest, der Indiana University und der Universität Cluj-Napoca. Projektmitarbeiter sind u. a. Dieter Bacher, Magdolna Baráth, Csaba Békés, László Borhi, Walter Iber, Harald Knoll, László Ritter, Tamás Stark, Barbara Stelzl-Marx und Otmar Trasca.

Der Band wird das Kriegsende 1945 sowie die ersten Jahre des Frühen Kalten Krieges - bis zur entscheidenden Phase der Konsolidierung des Ostblocks (Machtübernahme der Kommunisten in Ungarn und Rumänien 1948 und die Ausrufung von "Volksrepubliken) umfassen. In Österreich ist der Abbruch der Staatsvertragsverhandlungen 1949 durch die Sowjetunion als Zäsur vor der beginnenden "Eiszeit" des Kalten Krieges anzusetzen.

Dem Dokumentenband liegt die Durchführung einer vom Österreichischen Kulturforum in Budapest organisierten Tagung im Juni 2010 in Budapest zugrunde, auf der die Methoden der sowjetischen Politik in Ungarn und Österreich zu verschiedenen Themenfeldern wie Politik, Wirtschaft, Kriegsgefangenschaft, Spionage und Rote Armee verglichen wurden. Da auch in der "westlichen" Historiographie nach wie vor Mythen ("Der Aufbau und die Konsolidierung des Ostblocks waren eine Antwort auf den Marshall-Plan der USA"), die ihre Wurzeln in der sowjetischen Propaganda finden, verbreitet werden, stellen sich die Herausgeber des Dokumentenbandes zum Ziel, Schlüsseldokumente zu den entscheidenden Phasen der sowjetischen Besatzung und Politik zu publizieren, die bisher allgemein verbreitete Erklärungsmuster revidieren.

Last Updated on Thursday, 01 March 2012 10:15