• panorama01

    panorama01

  • panorama02

    panorama02

  • panorama03

    panorama03

  • panorama04

    panorama04

  • panorama05

    panorama05

  • panorama06

    panorama06

  • panorama07

    panorama07

Dokumentation "Geheimakte Mauerbau"

Cover_Geheimakte_Mauerbau

Eine Dokumentation von Jörg Müllner

Anlässlich des 50. Jahrestages des Baues der "Berliner Mauer" entstand unter Mitwirkung des Ludwig Boltzmann-Institutes für Kriegsfolgen-Forschung die Dokumentation "Geheimakte Mauerbau - Die Nacht der Entscheidung" von Jörg Müllner, die am 9. August 2011 im ZDF und am 10. August 2011 in ORF 2 gezeigt wurde. Sie ging der Frage nach, wie es überhaupt zur Sperrung der Sektorengrenze und zum Entschluss kommen konnte, diese Mauer zu errichten.

Vor 50 Jahren, in den frühen Morgenstunden des 13 August 1961, begann der Bau  jenes menschenverachtenden Monstrums aus Stahl, Stacheldraht und Beton, das nicht nur eine Stadt teilte, sondern auch zum Sinnbild für die Spaltung Deutschlands, Europas und der Welt wurde: Die Berliner Mauer. Sie trennte Familien und Freunde, kostete vielen Menschen das Leben, die der SED-Diktatur entfliehen wollten. Sie einte allein in der Hoffnung, dass sie eines Tages wieder eingerissen wird.

Was ging dem Mauerbau voraus? Wie kam es wirklich zur Sperrung der Sektorengrenze in der „Frontstadt“ des Kalten Krieges. Wer gab den Befehl, wer trug die Verantwortung? War es DDR-Staats- und Parteichef Walter Ulbricht, dem das eigene Volk davon lief? Oder Nikita Chruschtschow, der mächtige Staats- und Parteichef der Sowjetunion, eine der beiden Supermächte im Kalten Krieg? War es nur eine innerdeutsche Frage oder drohte eine Krise zwischen Ost – womöglich mit der Gefahr einer nuklearen Eskalation?

Jetzt freigegebene Akten aus dem russischen Staatsarchiv für Zeitgeschichte in Moskau geben Antworten auf offene Fragen und werfen ein neues Licht auf die Geschichte der Mauer. Erstmals lässt sich rekonstruieren, wer wann den Befehl zur Sperrung gab. Die Akten enthüllen wortwörtlich, was hinter den Kulissen der Macht besprochen und entschieden wurde. Sie stellen klar, wer die Weichen stellte zur Nacht der Entscheidung am 13. August 1961, als Stacheldraht und Ziegelsteine die Hoffnung der Menschen zerstörten.

Eine Grenze entstand, die von Anfang an Menschen dazu brachte, mit dem Mut der Verzweiflung die Flucht in die Freiheit zu wagen. Unter ihnen auch Grenzpolizisten und Soldaten der DDR. Einige von ihnen berichten zum ersten Mal von ihren Motiven, Ängsten und warum sie ihr Leben riskierten, um in den Westteil Berlins zu gelangen. Nicht jede Flucht endete erfolgreich: Gerd Sommerlatte, damals Soldat der NVA, flüchtete, weil er nicht auf Menschen schießen wollte. Doch die SED-Diktatur ließ ihn entführen und in die DDR zurückbringen. Verurteilt als „Republikflüchtiger“ verbrachte er Jahre im Gefängnis.

Aufwändige Computer-Grafiken machen die Dimension des Mauerbaus anschaulich. Der Film zeigt auch zahlreiche neu entdeckte Farbaufnahmen aus jenen Tagen in Berlin und zur internationalen Lage, als sich das Ringen der Supermächte um den Status von Berlin bedrohlich zuspitzte.