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´Altern: Last oder Lust?´ Flüchtlinge in fortgeschrittenem Lebensalter in der Steiermark

„´Altern: Last oder Lust?´ Flüchtlinge in fortgeschrittenem Lebensalter in der Steiermark“
Als ein Teilprojekt der großen Studie „Altern: Last oder Lust?“ des Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Graz wurde diese Studie von Edda Engelke und Gertrude Kerschbaumer durchgeführt.
Ausgelöst durch die kriegerischen Auseinandersetzungen in Bosnien-Herzegowina drängte ab 1993 ein großer Flüchtlingsstrom in die Steiermark. Unter den geflüchteten Menschen waren erstmals in der Geschichte der Flüchtlingsbetreuung viele alte Menschen, wodurch sich die Mitarbeiter der zahlreichen Flüchtlingsorganisationen mit neuen Fragen und Problemen konfrontiert sahen. Die „De Facto“-Aktion zur Betreuung von Kriegsflüchtlingen aus Bosnien wurde nach privatwirtschaftlichen Richtlinien vom Land Steiermark und dem Bundesministerium für Inneres durchgeführt. Zu Beginn waren auch die alten Menschen in Großquartieren untergebracht, als sich die Hoffnung auf eine rasche Rückkehr nach Bosnien zerschlug, wurde die Unterbringung in privaten Quartieren forciert. Jene alten Menschen, die allein mit dem Leben in einem fremden Land nicht mehr zurecht kamen, deren Kinder sich nicht um sie kümmern konnten und die medizinische Betreuung benötigten, wurden in speziell dafür eingerichteten Heimen untergebracht: Haus St. Gabriel in Graz, das ehemalige Werkspital in Leoben-Donawitz und in der Kranken- und Pflegestation des Vereins „Integra“ in Bruck an der Mur. In einer Reihe von Gesprächen mit betroffenen Flüchtlingen wurden ihre Lebensgeschichte, ihre Flucht, ihre Situation in Österreich und ihre Wünsche und Bedürfnisse erörtert. FlüchtlingsbetreuerInnen verschiedener Institutionen analysierten ihre Erfahrungen im Umgang mit alten Menschen und präsentierten Vorschläge für die weitere Vorgangsweise bzw. Änderungsvorschläge für den Fall, dass die Steiermark neuerlich mit der Aufnahme eines umfangreichen Flüchtlingsstromes konfrontiert wäre.
Die Studie wurde in der Publikation über das Forschungsprojekt veröffentlicht.
Edda Engelke – Gertrud Kerschbaumer, Flüchtlinge in fortgeschrittenem Alter in der Steiermark, in: Gerald Schöpfer (Hg.), Seniorenreport Steiermark, Altwerden in der Steiermark: Lust oder Last?, Graz 1999, S. 277-295.

Als ein Teilprojekt der großen Studie „Altern: Last oder Lust?“ des Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Graz wurde diese Studie von Edda Engelke und Gertrude Kerschbaumer durchgeführt.


 

Ausgelöst durch die kriegerischen Auseinandersetzungen in Bosnien-Herzegowina drängte ab 1993 ein großer Flüchtlingsstrom in die Steiermark. Unter den geflüchteten Menschen waren erstmals in der Geschichte der Flüchtlingsbetreuung viele alte Menschen, wodurch sich die Mitarbeiter der zahlreichen Flüchtlingsorganisationen mit neuen Fragen und Problemen konfrontiert sahen. Die „De Facto“-Aktion zur Betreuung von Kriegsflüchtlingen aus Bosnien wurde nach privatwirtschaftlichen Richtlinien vom Land Steiermark und dem Bundesministerium für Inneres durchgeführt. Zu Beginn waren auch die alten Menschen in Großquartieren untergebracht, als sich die Hoffnung auf eine rasche Rückkehr nach Bosnien zerschlug, wurde die Unterbringung in privaten Quartieren forciert. Jene alten Menschen, die allein mit dem Leben in einem fremden Land nicht mehr zurecht kamen, deren Kinder sich nicht um sie kümmern konnten und die medizinische Betreuung benötigten, wurden in speziell dafür eingerichteten Heimen untergebracht: Haus St. Gabriel in Graz, das ehemalige Werkspital in Leoben-Donawitz und in der Kranken- und Pflegestation des Vereins „Integra“ in Bruck an der Mur. In einer Reihe von Gesprächen mit betroffenen Flüchtlingen wurden ihre Lebensgeschichte, ihre Flucht, ihre Situation in Österreich und ihre Wünsche und Bedürfnisse erörtert. FlüchtlingsbetreuerInnen verschiedener Institutionen analysierten ihre Erfahrungen im Umgang mit alten Menschen und präsentierten Vorschläge für die weitere Vorgangsweise bzw. Änderungsvorschläge für den Fall, dass die Steiermark neuerlich mit der Aufnahme eines umfangreichen Flüchtlingsstromes konfrontiert wäre.


Die Studie wurde in der Publikation über das Forschungsprojekt veröffentlicht.


Edda Engelke – Gertrud Kerschbaumer, Flüchtlinge in fortgeschrittenem Alter in der Steiermark, in: Gerald Schöpfer (Hg.), Seniorenreport Steiermark, Altwerden in der Steiermark: Lust oder Last?, Graz 1999, S. 277-295.