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Denunziation und Geschlecht. Politische Prozesse in schriftlichen und mündlichen Quellen

Das Projekt wird von Dr. Ela Hornung im Rahmen des Charlotte Bühler Habilitationsstipendium zu „Wehrkraftzersetzung“ durchgeführt. Denunziationen waren wesentlicher Bestandteil des Alltags während des Nationalsozialismus und betrafen nahezu alle Aspekte des Lebens. Im Unterschied zu anderen autoritären Regimen mussten Gestapo und Sicherheitsdienst kaum auf bezahlte Spitzel zurückgreifen, die Mehrheit ihrer Erfolge basierte auf der freiwilligen Mitarbeit der Bevölkerung. Während des Krieges wurden Denunziationen zu einem Massenphänomen. Für Österreich stehen bislang grundlegende Untersuchungen zu diesem Thema aus.
In diesem Habilitationsvorhaben wird eine Annäherung an diese Thematik auf mehreren Ebenen erfolgen: Der Blick soll von einer allgemeinen Begriffsbestimmung zu einer spezifischeren Interpretation anhand von archivalischen Quellen (Wehrmachtsjustizakten) bis hin zu einzelnen Fallrekonstruktionen auf der Basis von Oral History-Interviews gelenkt werden, das heißt von einer Makro- zu einer Mikroperspektive spezifiziert werden.
Zentral sind dabei vor allem sozial- und mentalitätsgeschichtliche Fragestellungen, wie die nach der Bedeutung von sozialem Milieu (Denunziation als ‘Lösung’ von Klassen- bzw. Interessensdifferenzen, als Gruppenphänomen etc.), jener nach Geschlecht (geschlechterdifferentes Verhalten, Denunziation als ‘Lösung’ von Konflikten die Geschlechterhierarchie betreffend), nach der Generation, nach politischer/ideologischer Orientierung, sowie nach der Bedeutung des sozialen Umfeldes, der Lebenswelten und des Ortes. Von Interesse sind aber nicht nur die historischen Bedingtheiten im NS-Regime, sondern auch Handlungsspielräume von Frauen und Männern und kommunikative Praxen, die zu Denunziationen führten.

Das Projekt wird von Dr. Ela Hornung im Rahmen des Charlotte Bühler Habilitationsstipendium zu „Wehrkraftzersetzung“ durchgeführt. Denunziationen waren wesentlicher Bestandteil des Alltags während des Nationalsozialismus und betrafen nahezu alle Aspekte des Lebens.

Im Unterschied zu anderen autoritären Regimen mussten Gestapo und Sicherheitsdienst kaum auf bezahlte Spitzel zurückgreifen, die Mehrheit ihrer Erfolge basierte auf der freiwilligen Mitarbeit der Bevölkerung. Während des Krieges wurden Denunziationen zu einem Massenphänomen. Für Österreich stehen bislang grundlegende Untersuchungen zu diesem Thema aus. In diesem Habilitationsvorhaben wird eine Annäherung an diese Thematik auf mehreren Ebenen erfolgen: Der Blick soll von einer allgemeinen Begriffsbestimmung zu einer spezifischeren Interpretation anhand von archivalischen Quellen (Wehrmachtsjustizakten) bis hin zu einzelnen Fallrekonstruktionen auf der Basis von Oral History-Interviews gelenkt werden, das heißt von einer Makro- zu einer Mikroperspektive spezifiziert werden.Zentral sind dabei vor allem sozial- und mentalitätsgeschichtliche Fragestellungen, wie die nach der Bedeutung von sozialem Milieu (Denunziation als ‘Lösung’ von Klassen- bzw. Interessensdifferenzen, als Gruppenphänomen etc.), jener nach Geschlecht (geschlechterdifferentes Verhalten, Denunziation als ‘Lösung’ von Konflikten die Geschlechterhierarchie betreffend), nach der Generation, nach politischer/ideologischer Orientierung, sowie nach der Bedeutung des sozialen Umfeldes, der Lebenswelten und des Ortes. Von Interesse sind aber nicht nur die historischen Bedingtheiten im NS-Regime, sondern auch Handlungsspielräume von Frauen und Männern und kommunikative Praxen, die zu Denunziationen führten.