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Band 15

Cover_SMVWalter M. Iber (Hg.)                   

Die sowjetische Mineralölverwaltung in Österreich. Zur Vorgeschichte der OMV 1945-1955

Innsbruck 2010
ISBN 978-3-7065-4870-0
312 Seiten, € 34,90

 

Zu beziehen über den Studienverlag!

Zu Kriegsende 1945 war Österreich nach der Sowjetunion und Rumänien das wichtigste Erdölförderland Europas. Die Förderung war in der NS-Zeit für die deutsche Rüstung beträchtlich erweitert worden. Daher richtete die sowjetische Besatzungsmacht ein besonderes Augenmerk auf die österreichische Erdölindustrie, die sie nach Kriegsende großteils als „Deutsches Eigentum“ beschlagnahmte und der dazu errichteten Sowjetischen Mineralölverwaltung (SMV) einverleibte.

Erst nach dem Staatsvertrag wurde die SMV 1955 gegen Ablösezahlungen an die Republik Österreich übergeben und zur Österreichischen Mineralölverwaltung umorganisiert. Heute ist die OMV eines der wichtigsten österreichischen Unternehmen.

Das Buch thematisiert die Wirtschaftspolitik der sowjetischen Besatzungsmacht und die Entnahmen Moskaus als Defacto-Reparationen. Im Kalten Krieg entwickelte sich das österreichische Erdöl zu einem bedeutenden militärpolitischen Faktor.